Neuigkeiten

Das Ostafrika-Projekt setzt die Tradition des vorherigen Kenia-Projektes fort. Wir halten Sie durch regelmäßige Nachrichten-Beiträge über unsere Aktivitäten in Kenia, Uganda und Äthiopien auf dem neusten Stand. Die Beiträge spiegeln dabei unsere Erfahrungen vor Ort wieder. Sie finden kurze und intensive Beiträge über ausergewöhnliche Momente. Aber auch umfangreiche Postings über Hintergrundinformationen, die uns oft erst nach einer längeren Verarbeitungsphase der Lebensituation der Betroffenen sehr nahe bringen.


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Ostafrika-Projekt

6 days 1 hour ago

Im März vorigen Jahres machten wir Station in einem Armenviertel von Voi. (Foto 1)
Voi ist eine Marktstadt in Süd Kenia und liegt am Knotenpunkt der Eisenbahnlinien von Nairobi nach Mombasa und nach Tansania. Mombasa hat weit und breit den einzigen Überseehafen und so kommen neben vielen wichtigen Gütern auch immer wieder Container mit Rauschgift, meistens Heroin, an.
Laut dem Uno-Weltdrogenbericht 2018 hat der Heroinkonsum in Afrika so stark zugenommen wie in keiner anderen Weltgegend. Die Gesundheitssysteme in afrikanischen Ländern sind nicht auf Drogensüchtige ausgerichtet. Hilfe zu finden, bleibt deshalb oft schwierig.
Umso so höher ist die Arbeit von Musa einzustufen. (Foto 2 links)
Er kümmert sich hier um eine Gruppe junger Leute, die zum Teil schwerst heroinabhängig sind und immer wieder in die Beschaffungskriminalität abrutschen. Es ist ein "Leben" am Rande des Todes.
Musa war selbst viele Jahre heroinabhängig. Seit 2011 ist er nun suchtfrei und hilft bis an die Grenze seiner Kräfte gehend, vielen Suchtkranken in Voi und Mombasa. Die Pastorin einer lokalen Kirche hat ihre Kirche geöffnet für Suchtkranke, Waisen, und Prostituierte. Gemeinsam haben sie Hilfe organisiert. Für die jungen Leute besteht nun die Möglichkeit ambulant zu entgiften. Sie haben sich in einer Selbsthilfegruppe organisiert. Sie möchten ein lebenswertes Leben, raus aus der Sucht. . Als Ex-Junkie weiß Musa bestens, welche Schritte für einen Drogenentzug nötig sind.
Erst kürzlich erreichten uns beeindruckende Fotos. Die Mitglieder der Selbsthilfe-Gruppe haben sich eine auf den ersten Blick simple Einkommensquelle geschaffen. (Foto 3) Sie sammeln aus dem Müll Plastikflaschen und sogar Knochen und erzielen so nach der Reinigung durch den Verkauf ein kleines Einkommen. Sie möchten dauerhaft clean bleiben und wieder liebevolle Mütter und Väter werden.
Diese Entwicklung der Arbeit seit einem Jahr hier in Voi ist mehr als nur bewundernswert!
Gott möge Segen in diese Arbeit geben.

Ostafrika-Projekt

1 week 5 days ago

STORY - SELBSTHILFE IM BRUTALSTEN SLUM, EIN RAUM FÜR DETOX UND REHA
Mathare ist den Lesern unserer Infos kein unbekannter Ort. Wer einen Ort sucht, wo die Verzweiflung wohnt, traue sich hierhin (aber zur eigenen Sicherheit nur mit Schutz). Über die Arbeit der Gruppen dort haben wir Euch auf dem Laufenden gehalten. Der Lock Down würgt auch hier besonders die Ärmsten. Und gerade jetzt sind sie für einander aktiv. Wie? In diesem Slum sind zumindest 50 % vom Alkoholismus betroffen. Und sie wollen Hilfe. Aber eine Reha kostet 1500 € und mehr. So haben sie deshalb dort eine RehaGruppe gegründet und jetzt einen Raum eröffnet. Hier können Suchtkranke unterkommen, die an den stinkenden Abwässern ohne eigenen Raum „wohnen“. Sie können einen neuen Start finden. Und es helfen die, die es schon geschafft haben. Bild 1: Schnapsbrenner, viele sind Familienväter, 5-10 % von ihnen überleben nicht das nächste Jahr. Bild 2: Hier „ruht“ der Vater von 3 Kindern. Bild 3: er war mal Offizier in der Armee. Bild 4 und 5: da baten sie uns: helft uns, dass wir hier nicht alle sterben. Und sie begannen zu bauen, unten einen Raum für die Abhängigen, darüber eine Bibliothek für ihre Kinder. Bild 6: dort, wo der rote Pfeil ist, ist der Raum. Bild 7: und hier sind sie beim Einrichten und jetzt kann er genutzt werden!
Hat das den Standard? Kann man das verantworten? Ja! Sonst würden noch mehr sterben. Sie kämpfen und geben nicht auf und schaffen und zeigen was Niedrigschwelligkeit ist. Auch in diesen Zeiten. Herzlichen Glückwunsch ihr Geschwister vom Blauen Kreuz in Mathare. Herzlichen Dank allen Spendern! Bleiben auch wir solidarisch mit ihnen und auch wir hier untereinander!

Ostafrika-Projekt

2 weeks 6 days ago

Schätzungen zufolge leben rund 100 Millionen Kinder weltweit ganz oder zeitweise auf der Straße. Doch das Leben auf der Straße ist hart. Jeden Tag müssen sie ums Überleben und um einen Schlafplatz kämpfen. Gewalt und Drogen prägen den Alltag der Straßenkinder. Zudem werden Kinder und Jugendliche auf der Straße gesellschaftlich ausgegrenzt. Sie passen nicht in ein "schönes Stadtbild". Auch Kinder, denen es an den wichtigsten Dingen wie Liebe, Geborgenheit, Essen und Schulbildung mangelt, laufen Gefahr, ganz auf der Straße zu landen. Straßenkinder haben in ihrem Leben nur selten Anerkennung oder Wertschätzung erfahren. Auf der Straße sind sie Gewalt, Drogen und kriminellen Banden schutzlos ausgesetzt. Sie leben am Rande der Gesellschaft und werden durch Behörden und Passanten diskriminiert und stigmatisiert. Viele Straßenkinder fühlen sich minderwertig und ungeliebt. Billigdrogen wie Flüssigkleber werden geschnüffelt und helfen kurzfristig gegen Hunger, Kälte und Angst vor Gewalt. Nebenwirkungen sind Halluzinationen und ein gesteigertes Aggressionspotential. Die Drogen machen schnell süchtig und führen zu chronischen Atemwegsbeschwerden.(Foto 3-Brot und Milch und leider Klebstoff) Viele Jahre helfen wir schon Straßenkindern in Kisumu. Schätzungsweise leben hier 4.000 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 5 -25 Jahren (Durchschnittsalter 12/13 Jahre). Eine Beziehung zu Straßenkindern aufzubauen, braucht Zeit und Kontinuität. Für viele Straßenkinder ist Anerkennung ein Gefühl, das fast in Vergessenheit geriet. Unseren Leitern der Blau-Kreuz Gruppen ist es erst kürzlich wieder gelungen für 49 Jugendliche eine Indentitätskarte, eine Art Ausweis zu organisieren. (Foto1)Dies ist wichtig für das Selbstwertgefühl, aber vor allem sehen so die Behörden, dass die Kids Hilfe erhalten und organisiert sind. Willkür Aktionen gegen die Jugendlichen sind dadurch eingedämmt.
Herzlichen Dank für das Miteinander und die Wertschätzung, die die Kinder durch die lieben Unterstützer unseres Ostafrika-Projektes immer wieder erfahren dürfen!!!

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